25 Jahre Glücksbringer in Plieningen-Birkach
Bezirks - Schornsteinfeger
Schornsteinfegerbetrieb Hunecken
Dieter Hunecken gehört zu den rund 20 000 “Glücksbringern“ in Deutschland. Unsere Vorfahren heizten und kochten mit offenen Essen, war früher der Kamin verstopft, so konnte weder gekocht, noch geheizt werden. Kam der Schornsteinfeger, bestand eine geringere Gefahr, dass das Haus niederbrannte oder eine Verstopfung des Kaminrohrs zur Vergiftung führte. Die Menschen erachteten es als Glück, wenn der Schornsteinfeger vorbei kam. Aus dieser Zeit rührt daher der Glaube an den Schornsteinfeger als Glücksbringer. Seit 25 Jahren ist Dieter Hunecken Bezirksschornsteinfegermeister, am 01. Juni 1983 wurde er bestellt und hat schon sehr vielen Leuten “Glück“ gebracht. Sein erster Arbeitstag begann in Plieningen in der Fraubronnstrasse. (Zu seinem Kehrbezirk gehörten Plieningen, Steckfeld, Hohenheim, Birkach, Riedenberg und Teile von Sillenbuch.) Im Laufe der Jahre haben sich die Kehrbezirksgrenzen mehrfach verschoben. Heute besteht sein Bezirk aus Plieningen, Steckfeld, Hohenheim, Birkach und ein kleiner Teil von Riedenberg. In den letzten 25 Jahren haben sich die Arbeiten des Schornsteinfegers gewandelt: früher gab es mehr Einzelfeuerstätten, die mit festen Brennstoffen befeuert wurden. Um die Brandsicherheit zu gewährleisten, waren mehr Kehrarbeiten notwendig. Da moderne Heizanlagen weniger Dreck durch die Schornsteine blasen, wird auch weniger gekehrt. Das bedeutet nicht, dass Besen und Kehrleine überflüssig geworden sind, aber der Einsatz moderner, zum Teil elektronischer Prüf- und Messgeräte hat Vorfahrt. Heute ist der Schornsteinfeger gleichzeitig ein gefragter Mann zur Energieeinsparung und für den Umweltschutz. Bei überhöhten Werten kennt Dieter Hunecken geeignete Maßnahmen, um die Feuerung energiesparend und umweltfreundlich zu regulieren. Bei ihm bekommt man auch einen Energiepass und ist in Fragen Energie gut beraten. 5 Lehrlinge hat Dieter Hunecken in den letzten 25 Jahren ausgebildet, davon auch eine Schornsteinfegerin. Der Anteil der Frauen am Beruf nimmt zu, da der Beruf sehr abwechslungsreich ist. Nicht nur schwindelfrei muss man sein, meint Hunecken, trotz der Zunahme der Technik entfällt auch hier nicht der Gang aufs Dach, um den Schornstein von innen auf Sauberkeit und von außen auf Standfestigkeit zu überprüfen. Auch Chemie + Physik sei wichtig um eine Feuerstätte beurteilen zu könnnen. Gleichzeitig spielen bei den modernen Heizanlagen auch technische Dinge eine große Rolle, erläutert der Fachmann. Und auch um den “Schreibkram” komme man nicht herum, trotz Einzug des Computers im Büro haben sich die Verwaltungsarbeiten erheblich erhöht. Der Gesetzgeber verlangt eine lückenlose Dokumentation, dadurch wird sichergestellt, dass alle Aufgaben fachgerecht und fristgerecht durchgeführt wurden. Denn Sicherheit beim Heizen wird oft unterschätzt. Glücklicherweise gab es bei Hunecken in seiner ganzen Dienstzeit keine nennenswerten Schadensfälle. Auch wenn die Arbeit für den Mann in der typischen schwarzen Kluft immer zeitaufwändiger wird, schätzt Hunecken seinen vielseitigen Beruf. Denn gerade Kundenkontakt ist sehr abwechslungsreich, manchmal wird er auch für Hochzeiten bestellt. Und wer kann schon von sich behaupten, ein Glücksbringer zu sein?
Ort: Plieningen
Bezirks - Schornsteinfeger